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Neuigkeiten vom Frauenverein

Unser heutiger Referent, Reinhard Böni von Grindelwald, ist ein in den Bergen äusserst erfahrener Mann auf vielen Ebenen, u.a.: staatlich geprüfter Polizei-Ski- und Bergführer, Lawinenhundeführer bei der Alpinen Rettung. Wir haben uns für seinen Vortrag "Meine schönsten Bergerlebnisse und Touren mit 65+" entschieden. Mehr als eine Stunde schauten wir gebannt auf die Leinwand, verfolgten seine Erlebnisse in den Bergen zu jeder Jahreszeit. Äusserst gewagte Klettertouren, auch auf dem Eis. Er lässt sich nicht von einem Fotografen begleiten. Nein, er macht das alles selber. Was bedeutet, dass er zuerst eine Route auswählt, sie besteigt, wieder runter, Kamera auf- und einstellen. Wieder hochklettern und dabei sich fotografieren/filmen lassen. Wieder zurück zur Kamera, diese wieder einpacken usw. Also mindestens zweimal hoch und zweimal runter, wenn er zufrieden ist. Sonst weitere solche Abläufe, bis alles stimmt. Ein Riesenaufwand, wir bekommen nur perfekte Aufnahmen zu sehen. Es war äusserst ruhig im Saal während der ganzen Vorführung. Dafür gab es nach der Präsentation zahlreiche Fragen von den anwesenden Frauen. Auch beim gemeinsamen Zvieri wurde eifrig diskutiert. Passend zum Anlass diesmal etwas Herzhaftes: Rädli von einer Dauerwurst von Reinmanns im Graben, kleine Scheiben von zwei Käsesorten vom lokalen "Chäser" sowie ein Brötli vom Schori Beck Heimenhausen. Anwesend waren diesmal 119 Frauen. Der nächste Anlass im Sonnensaal Herzogenbuchsee findet statt am Donnerstag, 19. Februar 2026, um 14 Uhr

Bereits am 11. Dezember fand unser Weihnachtsanlass statt. Wir haben den Baum auf der Bühne wunderbar geschmückt. Wie in der Vergangenheit wurde dieser auch dieses Jahr von der Burgergemeinde gespendet. Er dient jeweils noch der Altmänner-Weihnacht, wie auch der offenen Weihnachtsfeier - Wunderbar am 24. Dezember im Sonnensaal. Die Tische wurden natürlich ebenfalls dekoriert, an jedem Platz auch mit unserem Geschenk. Dieses Jahr war es ein Säckchen mit Buchsi-Tee, den wir von der Buchsi-Apotheke bezogen haben. Jonas Straumann, ein junger Mann, der mit einer an Taubheit grenzenden Hörbehinderung geboren wurde, unterhielt uns auf seinen Handpans während fast einer Stunde. Unglaublich, was für Melodien er damit erzeugen konnte. Zwischendurch erzählte er über sein Leben und über sein Instrument. Begonnen wurde der Nachmittag jedoch mit Geschichten, vorgetragen mit der klaren Stimme von Pfarrer Johannes Weimann, der am Schluss die Frauen aufforderte, gemeinsam ein Weihnachtslied zu singen. Nach dem dem Verklingen des Gesangs servierte das Team die sehnlich erwarteten Belegten Brote von der Bäckerei Partl in Bleienbach. 134 Frauen durften wir an diesem Nachmittag begrüssen und unterhalten. Zum Abschluss informierte Monika von Ballmoos über Aktuelles und wünschte allen im Namen des Teams frohe Weihnachtstage und alles Gute für das neue Jahr 2026. Nächster Anlass ausnahmsweise nicht am 3. Donnerstag, sondern am 22. Januar 2026, um 14 Uhr im Sonnensaal Herzogenbuchsee

Initiiert durch den Frauenverein Herzogenbuchsee wurde an der SGF-Generalversammlung 2025 in Belp spontan einer Spendensammlung für Blatten zugestimmt. Mitteilung vom Zentralvorstand vom 17.12.25: An der SGF-GV in Belp wurde spontan ein Spendenaufruf «Hilfe für Kinder und Familien nach dem Bergsturz in Blatten VS» lanciert, um unkompliziert zugunsten von Projekten für Familien und Kindern vor Ort zu spenden. Von den Mitgliedern sind insgesamt CHF15’830.00 eingegangen – herzlichen Dank! Der Zentralvorstand hat beschlossen, den Betrag auf CHF 20'000.00 aufzurunden. In Absprache mit Dorothe Kalbermatten, Gemeinderätin Blatten, und Patricia Ebner (Präsidentin Frauen- und Mütterverein Blatten) wird der Betrag noch vor Weihnachten an den Frauen- und Mütterverein Blatten überwiesen. Ein Treffen der Walliser Vertreterinnen mit der Zentralpräsidentin Jana Fehrensen und dem Ressortleiter Finanzen Werner Wenger ist im Januar vorgesehen. Wir sind überzeugt, dass das Geld von den Kolleginnen vor Ort sinnvoll verwendet wird. Solidarität hat im SGF Tradition und Tradition bewegt Zukunft.

Ein kleines Kind schöpft bedächtig und konzentriert Sand, ein anderes mahlt den Sand in einer schönen alten Kaffeemühle. Ein drittes Kind sucht gerade intensiv nach den Edelsteinen im grossen Sandbecken. Am Rand sitzen die Eltern und Grosseltern und können den Kindern bei ihrer anregenden Tätigkeit zuschauen. Ab und an wird man ins Spiel einbezogen, aber sehr oft können die Erwachsenen dem Spiel entspannt zuschauen und das Kind in seinem Spiel beobachten. Für mich ist es immer wieder ein Ort gewesen, um neue Kraft für das Kommende zu schöpfen. So ging es Jahr für Jahr immer im Winter. Im ersten Jahr war ich nur Besucherin mit meiner Tochter. Der Raum war jedoch so wohltuend, dass ich fast immer dabei war. Für die nächste Saison bot ich dann Ruth meine Hilfe an und war von da an mit dabei. Wenn der Sommer wich, wusste ich, dass es Zeit war, um die Räumlichkeiten einzurichten. So konnten wir bis zum Frühling einen Ort in Herzogenbuchsee anbieten, wo kleine Kinder sich in Begleitung ihrer Eltern dem freien Spiel mit Sand, den Sieben, Schöpfkellen, Steinen, Tannenzapfen und Gefässen widmen konnten. Nachdem uns die Räumlichkeiten in der Bibliothek nicht mehr zur Verfügung standen, bot uns der Frauenverein die ehemalige Backstube im Rankhof an. Es folgte eine intensive Zeit. Durch Farbanstrich und Aufhängen von Tüchern machten wir die Kellerräume gemütlich. Wir wurden Teil vom Frauenverein als Arbeitsgruppe. So konnten wir weitere Jahre die SandSpielOase im Winterhalbjahr 2 Mal pro Woche für 2 Stunden anbieten. Das Angebot wurde von Leuten aus der nahen Umgebung und Herzogenbuchsee gerne besucht. Als der Verkauf vom Rankhof sich andeutete, wussten sowohl Ruth wie auch ich, dass niemand von uns die Energie und Zeit hat, ein neues Objekt zu suchen und neue Räumlichkeiten einzurichten. Wir hätten jemanden finden müssen, der bereit ist, die Leitung der Arbeitsgruppe zu übernehmen und das ist bekanntlich ähnlich schwierig wie geeignete Räume zu finden. Und so schloss die SandSpielOase im März 2025 nach einer letzten Saison endgültig ihre Türen und die Arbeitsgruppe musste per 31. August 2025 aufgelöst werden. Wir lösten den Bestand auf, räumten den Keller und zurück blieben viele schöne Erinnerungen an erholsame Momente, Erinnerungen an viele ausgeglichene Kinder, wertvolle Begegnungen mit Eltern und Grosseltern, Gedankenbilder an die nächtlichen Renovierungseinsätze und an die schöne Zusammenarbeit mit allen, die uns über all die Jahre unterstützt haben. Zum Schluss noch ein persönlicher Aufruf an dich, der du das gerade liest. Wenn du denkst "Schade, gibt es das nicht mehr.", dann möchte ich dir Mut zusprechen. Wir leben in einer kleinen Gemeinde. Hier ist es immer dann schön, interessant und lebenswert, wenn wir selbst bereit sind uns für Dinge, die uns am Herzen liegen zu engagieren. Setz dich dafür ein, dass es diese Orte gibt, an denen du gerne bist. Unterstütze Vereine wie den Frauenverein in ihrer Arbeit durch deine Mitgliedschaft, deinen Einsatz, deinen Ideenreichtum und deine Abenteuerlust. Ich möchte mich beim Frauenverein bedanken, dass sie mit uns träumen konnten. Von Herzen EVA

2025 - das Jahr von Amelie Moser-Moser, ihr 100. Todestag! Auch bei uns durfte dieses Thema nicht fehlen. Regula Wirth, ehemalige Sekundarschullehrerin in Herzogenbuchsee, zeigte in einem spannenden Vortrag, bereichert mit zahlreichen Fotos aus jener Zeit, was für eine unglaubliche, einmalige Frau Amelie Moser-Moser war. Was hat sie alles auf die Beine gestellt: Haushaltschule mit Näh- und Kochkursen. sowie Buchhaltung im heutigen Hotel Restaurant Kreuz, das der Frauenverein (von ihr gegründet und einer der ersten in der Schweiz) damals mit einer Bürgschaft von Amelie Moser ersteigern konnte, ihm den Namen Arbeiterheim zum Kreuz gab und dort das erste alkohlfreie Restaurant der Schweiz eröffnete. Weiter ein Waisenhaus für verwahrloste Kinder und Waisen, das Spital und vieles mehr. Buchsi hat ihr enorm viel zu verdanken. Die Stunde verflog im Nu, Zeit fürs Zvieri. Liebevoll dekorierte Brönnti Creme von Sandra Steinegger, dazu ein Bretzeli, gebacken von zwei Mitgliedern unseres Teams. Die 118 Frauen genossen es. Am Nachmittag schien teilweise noch die Sonne. Kurz nach halb fünf war der Himmel dunkel, und leichter Schneefall begleitete die Frauen nach Hause. Nächster Anlass - Weihnachtsfeier: Donnerstag, 11. Dezember 2025, um 14.00 Uhr im Sonnensaal Herzogenbuchsee
Ehrwürdige Grabbepflanzung zu Ehren und zum Gedenken an Amelie Moser und ihr Wirken Zum Abschluss des Amelie Moser Jahrs 2025 anlässlich ihres 100. Todestags am 25. März hat sich der Frauenverein für eine anerkennende Grabbepflanzung bis 2029 ausgesprochen. «Amelie war und bleibt unsere Wegbereiterin. Immer wieder werden wir gemeinsam zurückschauen, um uns daran zu erinnern, wer uns geformt hat und vereint die Zukunft beschreiten, um uns neu zu definieren» (Frauenverein Herzogenbuchsee). "Wir brauchen Menschen, die zu uns ja sagen, uns annehmen wie wir sind, uns so begegnen, dass wir wagen, Gefangenes zu befreien, Verschüttetes freizulegen, Angst abzubauen und Vertrauen wachsen zu lassen. Wir brauchen Menschen, die verstehen, dass manches nicht gelingt; die uns unterstützen und begleiten, ermutigen und stärken. Und wir können anderen dieser Mensch sein." Max Feigenwinter (aus der Trauerrede von Thomas Giuliani; Frauenverein-Anlass an Amelie Mosers Grab 25.3.25)

Schwierig abzuschätzen war, wieviele Portionen Zvieri wir für diesen ersten Anlass bestellen sollten. Ist das Wetter noch schön, ändert sich aber demnächst, sind vielleicht noch Gartenarbeiten zu erledigen. Dazu sorgte auch der Termin in der Agenda der BuchsiZytig für Verwirrung: Mittwoch, 16. April! Unsere Anlässe finden immer am Donnerstagnachmittag statt, und mit ganz wenigen Ausnahmen immer am dritten Donnerstag des Monats. Dürfen wir neue Besucherinnen begrüssen? Gibt es Frauen, die sich (meistens aus gesundheitlichen Gründen) für immer für diese Nachmittage abmelden müssen? Schlussendlich durften wir 102 Frauen einen gemütlichen Nachmittag ermöglichen. Gestaltet wurde dieser vom Handharmonika-Orchester Kirchberg, einer Formation, zu welcher auch unser Teammitglied Margrit Martig gehört. Begonnen wurde die Vorstellung mit einem «Happy Birthday» für alle Frauen, die während der Sommerpause ihren Geburtstag feiern konnten. Nach einigen Musikstücken bildete sich eine Vierergruppe, die mehrere Melodien, zum Teil auch Eigenkombinationen, auf dem Schwyzerörgeli, zum Besten gab. Weiter ging es mit der Vollbesetzung. Viele Melodien lockten zum Mitsingen, so auch s’Träumli von den Boss-Buebe. Wenn man sich doch an die Wörter erinnern könnte…. Nach einer Zugabe und einer kleinen Pause war es Zeit fürs Zvieri: Kaffee, Tee und ein Stück Zwetschgen-Blechkuchen, liebevoll dekoriert mit einem Igeli von der Bäckerin Sandra Steinegger von Oberönz. Dankbar verabschiedeten sich mit einem «bis zum nöchschte Mou». Der nächste Froue-Nomitag 64+ findet statt am Donnerstag, 20. November 2025 . Wir freuen uns auf viele Besucherinnen!

Rund 20 Personen und Mitglieder des Frauenvereins Herzogenbuchsee trafen sich vor der St. Ursen Kathedrale zur Stadtführung zum Thema Zahl 11. Bei strahlend schönem Spätsommerwetter begrüsste uns zeitgleich auch eine zufällig vorbei gekommene Alphornformation mit einem Ständchen. Welch schöner Auftakt. Weiter ging es vor und in die Kathedrale, wo die Zahl 11 oder 11x immer wieder auftauchte. Frau Mathys unsere versierte Stadtführerin, entführte uns auf eine tolle Zeitreise ins 17. und 18. Jahrhundert, wo sogar der Sonnenkönig aus Frankreich mitmischte, wie sich Solothurn weiterentwickeln sollte. Tradition und Bräuche, Zünfte und die daraus resultierende Regierung, bei allen Beteiligten, findet man die 11 in Wahlen, Bauten, Beschlüsse, u.a... oder wie es die Solothurner sagen : „10 und eis drüber“.... Viel Wissenswertes, Magisches und Makaberes - Strassen die in der Narrenzeit umbenennt werden, Zünfte und Regierungsformen, Kirchen und Bauten mit vielen 11er Kompositionen - erfuhren wir auf dem Stadtrundgang durch die, zum Teil schmalen Gassen, abseits der normal Touristenattraktionen. Wusstes du zum Beispiel, dass die Treppe zur St. Ursen Kathedrale 3x11 Stufen hat? Die Zeit war viel zu schnell vorüber, viel Spannendes hätte es noch zu erzählen gegeben. Beim Solothurner-Glöggli - weisst du wo es steht? - endete unser Rundgang. Bei einem Glas Solothurner Weisswein oder beim Besuch des grossen Samstag-Märits fanden alle einen schönen Ausklang des Besuchs in Solothurn. Trix Müller, Vorstand FV Herzogenbuchsee

95 Frauen einschliesslich zehn Teammitglieder liessen sich am 15. Mai mit dem einheimischen Unternehmen Barcsa Carfahrten ins Unbekannte fahren. Nachdem wir in Thun die Autobahn verliessen, folgte eine Reise mit vielen Kurven und wunderschöner Landschaft durchs Simmental. Eine Strecke, die von den beiden Chauffeuren besonders viel Aufmerksamkeit forderte. Kurz vor 13h trafen wir am Ziel ein. Aussteigen, und keine 50 Schritte bis zur Eingangstüre des Landhaus Hotel-Restaurants in Saanen, wo im oberen Stock im grossen Saal für uns gedeckt war. Rasch wurden Getränke, Brot und Salat serviert. Ebenso speditiv folgte der Hauptgang. Vom angebotenen Nachschlag wurde rege Gebrauch gemacht. Das Personal hatte Freude an unserem Appetit! Die Gebrannte Creme Berner Art war speziell schön angerichtet. Alles hat bestens geklappt, dank bester Organisation in der Küche und tollem Service. So blieb genug Zeit bis zur Abfahrt um 15.30h, um sich den verkehrsfreien Dorfkern mit den gepflegten Holzhäusern und den vielen Geschäften anzusehen und den einen oder anderen Einkauf zu tätigen. Via Rougemont-Bulle-Matran und Bern ging es ohne nennenswerte Verkehrshindernisse nach Hause zurück, wo wir pünktlich kurz vor 18h eintrafen. Mit zufriedenen Gesichtern und Dankbarkeit für den tollen Tag - übrigens bei schönem Wetter, was ja nie selbstverständlich ist - verabschiedeten sich die Teilnehmerinnen. Den beiden Chauffeuren winden wir ein Kränzchen für die sichere und ruhige Fahrweise. Nun wünschen wir allen einen tollen Sommer, nicht zu heiss, nicht zu nass, einfach so, dass wir ihn geniessen können und nicht ständig mit der Giesskanne unterwegs sein müssen. Bis am 16. Oktober 2025 um 14:00 Uhr im Sonnensaal Herzogenbuchsee!

Mehr als 100 Personen haben den Weg in die Bibliothek gefunden, um in Amelies Welt einzutauchen und zu erfahren, wie ihr - mit Worten kaum auszudrückendes Schaffen - ausgesehen hat. Bei genauem Hinschauen stellt man fest, dass Amelies Erbe auch heute noch in ganz Herzogenbuchsee zu finden ist. Jana Fehrensen, die Kuratorin der Ausstellung und Präsidentin des SGF Dachverband Schweizerischer Gemeinnütziger Frauen begrüsste die Anwesenden und machte sie charmant neugierig auf mehr. Die Gemeindepräsidentin, Livia Stauer, erwähnte welch Anker Amelie doch für die Bevölkerung war, indem sie Sicherheit und Halt gab und verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass Amelies Geist doch in uns weiterleben möge… Und Monika Lang, Co-Präsidentin des hiesigen Frauenvereins bestätigte, dass der inzwischen 155-jährige Frauenverein immer noch denselben Zweck verfolgt, wie er damals im Gründungsprotokoll am 12. August 1870 festgehalten wurde: FREIWILIIG, EHRENAMTLICH UND MIT HERZ ENGAGIERT. Hans Kaspar Schiesser, Autor des Fotobuchs ging etwas näher auf Amelies Person ein, warb für den Verkauf der petrolfarbenen Taschen mit seidengewobenem Bild der Amelie und sein Fotobuch; und last but not least verriet er uns, dass Amelies Vater, Samuel Friedrich Moser der Erfinder der Dampfkäserei war; einer revolutionären Energietechnik, die auch gleich die Käsequalität verbessert hat. Bei Brot und Züpfe sowie hausgemachtem Eistee (Eigenfabrikation aus dem Hause Kreuz) und Mineral, sowie Käse «vom Chäser» tauschten sich die Besucherinnen rege aus und widmeten sich der mit Liebe präsentierten Ausstellung. Falls du die Ausstellung noch nicht gesehen hast und ebenfalls in Amelies Welt eintauchen möchtest: Ausstellung in der Gemeindebibliothek (UG) vom 22. März bis 17. Mai 2025 Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag - 15.00 – 18.30 Uhr Mittwoch zusätzlich - 09.00 – 11.00 Uhr Samstag - 10.00 – 13.00 Uhr

Feierlichkeiten zum 100. Todestag Am 25. März 2025, an Amelie Mosers 100. Todestag, fand der Frauenverein-Anlass an ihrem Grab statt. Der freischaffende Trauerredner, Thomas Giuliani, begleitete uns bei der Würdigung des Schaffens dieser «grossen Frau» aus Herzogenbuchsee. Anschliessend besuchten wir die minnotex GmbH, Stoff- und Bandweberei (gegründet 1720), welche von Amelies Nachkommen Hans-Jörg Moser (Ur-Ur-Grossneffe) und seiner Ehefrau Sandra in der 10. Generation geführt wird. Ungefähr 40 Personen haben den Weg zum Friedhof Herzogenbuchsee gefunden, um Amelie zu gedenken und ihr den ihr gebührenden Respekt zu erweisen. «Wir schauen gemeinsam zurück, um zu erfahren, wer uns geformt hat und beschreiten vereint die Zukunft, um uns neu zu definieren» , so lautete die Weihnachts-Botschaft 2024 vom Vorstand an die Mitarbeitenden des Frauenverein Herzogenbuchsee. Mit einer Weihnachtskarte, deren Frontseite Amelie als junge Frau zeigt, wurde bereits auf die Aktivitäten im Amelie Moser Jahr 2025 hingewiesen. Zusätzlich wurden die knapp 80 ehrenamtlich engagierten Frauen und Männer mit einem Buchsitaler (Gutschein des Gewerbes in Herzogenbuchsee) beschenkt. Damit will der Vorstand aufzeigen, dass der Frauenverein das ortsansässige Gewerbe unterstützt. Thomas Giuliani, Präsident der Hospizgruppe Solothurn, fasste das Engagement des Frauenvereins, bzw. die Freiwilligenarbeit insgesamt in zwei Sätzen perfekt zusammen. «Freiwilligenarbeit stützt die Gesellschaft und geht Hand in Hand mit dem Gewerbe, der Kirche, der Politik und dem Gesundheitswesen. Freiwilligenarbeit baut das Fundament für ein gesundes Miteinander, sorgt für Ausgeglichenheit der sozialen Schichten, schafft Möglichkeiten, integriert und engagiert sich für zeitgenössische Fragen». Schönstes Frühlingswetter liess das frisch angepflanzte und, speziell für den heutigen Anlass zusätzlich mit Kerzen versehene Grab, in frühlingshaftem Gelb erstrahlen. Amelies Grab wurde durch den Frauenverein für das Jahr 2025 und explizit für den heutigen Anlass aufgefrischt. 50 Rosen standen zudem für die Gäste bereit für die persönliche Ehrerweisung bereit. Wir durften einer wunderbaren Trauerrede lauschen, in welcher Amelies Schaffen uns noch einmal vor Augen geführt und gewürdigt wurde. Gleichzeitig wurde uns Mut gemacht, mit der Zeit zu gehen, Verantwortung zu übernehmen und Projekte anzugehen. Wir danken für diese Rede, welche hier nachgelesen werden kann. Die Gesellschaft begab sich anschliessend per EBuxi zu der minnotex GmbH, wo uns Hans-Jörg Moser und seine Gattin Sandra aufzeigten, wie Textilverarbeitung zu Amelies Zeit ging und welche Vereinfachungen durch die technischen Veränderungen sie erfahren durfte. Eine Gerstensuppe und Punch, gespendet vom Frauenverein, stärkten zum Abschluss die Besuchenden und ermöglichten abschliessend einen regen Austausch… Danke an alle, die sich Zeit genommen und das Schaffen dieser «grossen Frau» mit uns gewürdigt haben. Herzlichen Dank an Thomas Giuliani für die ergreifenden Worte und besten Dank an Sandra und Hans-Jörg Moser für die interessante, aufschlussreiche Führung durch den Betrieb.



